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Partneraufruf KI-Qualifizierung

DIKW Wisdom



📣 Öffentlicher Partneraufruf · ESF+-Aufruf 8 und 9 Bayern

Gemeinsam KI-Qualifizierung für das Gesundheitswesen gestalten

Die digitale Transformation der Sozialwirtschaft wird zunehmend durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geprägt. Gleichzeitig stehen viele soziale Einrichtungen, Pflegeorganisationen, Sanitätshäuser und HomeCare Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Beschäftigten auf diese Entwicklung vorzubereiten. Neben technischen Kenntnissen gewinnen dabei Fragen der verantwortungsvollen Nutzung, der rechtlichen Rahmenbedingungen, der Datensicherheit, der Mitbestimmung sowie der praktischen Anwendung im Arbeitsalltag an Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund werden Unternehmen aus dem Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen dazu eingeladen, gemeinsam ein praxisnahes und förderfähiges Qualifizierungskonzept für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Sozialwirtschaft zu entwickeln. Grundlage bilden bereits vorhandene Wissens-, Lern- und Governance-Plattformen, die in den vergangenen Jahren speziell für die Anforderungen sozialer Organisationen aufgebaut wurden und unmittelbar für Qualifizierungsmaßnahmen genutzt werden können.

Ziel ist die Entwicklung eines umsetzungsorientierten Weiterbildungsansatzes, der alle Erwerbstätigen – von Fachkräften in der direkten Versorgung bis hin zu Führungskräften – befähigt, Chancen und Risiken von KI-Anwendungen zu verstehen und regulatorische Anforderungen sicher zu erfüllen. Dabei stehen nicht die Technologien selbst im Mittelpunkt, sondern die Menschen, die mit ihnen arbeiten, sowie die nachhaltige Verbesserung von Arbeitsprozessen und Versorgungsqualität.

Die aktuellen ESF+-Förderaufrufe 8 „KI in der Sozialwirtschaft“ und 9 „KI Qualifizierung für Erwerbstätige“ des Freistaats Bayern eröffnen hierfür eine besondere Möglichkeit. Sie schaffen den Rahmen, innovative Qualifizierungs- und Transformationsprojekte zu entwickeln, die den digitalen Wandel aktiv gestalten und gleichzeitig die Beschäftigungsfähigkeit sowie die Zukunftsfähigkeit sozialer Organisationen stärken. Durch die bereits vorhandenen Inhalte, Werkzeuge und Lernmodule können interessierte Projektpartner unmittelbar in die Konzeptentwicklung einsteigen, ohne zunächst umfangreiche Grundlagenarbeiten leisten zu müssen.

Die Initiative versteht sich als offenes Kooperationsangebot für Organisationen, die den Einsatz von Künstlicher Intelligenz nicht isoliert als Technologieprojekt betrachten, sondern als Bestandteil einer nachhaltigen Organisationsentwicklung. Gemeinsam können förderfähige Modellvorhaben entstehen, die über die Projektlaufzeit hinaus wirksam bleiben und einen konkreten Beitrag zur Modernisierung der Sozialwirtschaft in Bayern leisten.

Anlass dieser Initiative sind die ESF+-Förderaufrufe 8 „KI in der Sozialwirtschaft“ und 9 „KI Qualifizierung für Erwerbstätige“ des Freistaats Bayern vom 20. April 2026.

WissensplattformHTML Fachseiten und Checklisten
LernmoduleAudio und Mehrsprachigkeit
15. Juni 2026Interne Interessensbekundung an Thomas Bade
15. Juli 2026Einreichungsfrist ESF-Bavaria Stufe 1
Ausgangslage & Anlass

Warum jetzt – und warum gemeinsam?

Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Erfolgsfaktor für Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen.
Das EY-Papier EY Strategy & Transactions GmbH (2024)
Künstliche Intelligenz: was sie für Unternehmen bringt und wie man die sinnvollsten Anwendungen findet. EY Trusted AI Transformation Use Cases & Value Accelerator; de.ey.com/ai.
„Trusted AI Transformation“ beschreibt KI nicht als vorübergehenden Technologietrend, sondern als grundlegenden Treiber für Produktivität, Wertschöpfung und digitale Transformation.

Gleichzeitig zeigt sich in vielen Organisationen ein erheblicher Qualifizierungsbedarf:

    • Geeignete Anwendungsfälle müssen identifiziert,
    • Mitarbeitende befähigt und
    • Governance-Strukturen aufgebaut werden,
um KI verantwortungsvoll und wirksam einzusetzen.

Gerade im Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen hält KI bereits Einzug in Dokumentation, Versorgungsplanung, Wissensmanagement und Verwaltungsprozesse – häufig jedoch ohne systematische Vorbereitung der Beschäftigten.
Die ESF+ Über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) investiert die EU in Menschen und bringt die Umsetzung der europäischen Säule sozialer Rechte voran. Mit einem Budget von 142,7 Mrd. EUR für den Zeitraum 2021-2027 wird der ESF+ auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zu Strategien und Reformen in den Bereichen Beschäftigung, Soziales, Bildung und Kompetenzen leisten. Aufrufe 8 und 9 eröffnen der Gesundheitswirtschaft die Möglichkeit, diesen Qualifizierungsbedarf gezielt aufzugreifen und nachhaltige Kompetenzstrukturen für den praktischen KI-Einsatz aufzubauen.

„Thomas Bade ruft Träger der Freien Wohlfahrtspflege, gemeinnützige Pflegeeinrichtungen, HomeCare-Unternehmen, Sanitätsfachhändler, Orthopädietechnik-Betriebe und Krankenhäuser dazu auf, auf Basis von den entwickelten Wissens- und Lernplattformen gemeinsam ein sektorspezifisches, lernwirksames und ESF-anschlussfähiges Qualifizierungskonzept zu entwickeln."

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Sozialwirtschaft im Fokus

Pflegeeinrichtungen, Sanitätshäuser, HomeCare Unternehmen und Mitarbeiter in Arztpraxen sowie Krankenhäusern stehen vor denselben KI-Herausforderungen – aber ohne die Ressourcen großer Konzerne.
Die Aufrufe 8 und 9 schaffen den Förderrahmen für genau diese Einrichtungen.

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Wissenschaftlich fundierte Wissensgrundlage

Die bestehenden Wissens- und Lernplattformen bündeln auf HTML Fachseiten aktuelle Literatur, Studien und regulatorische Grundlagen zu KI im Gesundheitswesen – von EU AI Act und MDR bis zu DSGVO und Sozialgesetzbüchern.
Eine recherchierte Basis für ernsthafte Qualifizierung in der Gesundheitswirtschaft.

🤝

Kooperativer Branchenansatz

Die Qualifizierungsstrategie entsteht nicht am Schreibtisch, sondern mit den Partnern der Gesundheitswirtschaft.
Praxisfälle, Bedarfe und Branchenwissen aus Pflege, Hilfsmittel und HomeCare Versorgungen und sozialer Arbeit fließen von Beginn an ein.
Alle Lern- und Schulungsmodule sollen mehrsprachig angeboten werden.

Zielbild

Was die gemeinsame Strategie leisten soll

Die Initiative verbindet sektorspezifisches Fachwissen mit einer erprobten Wissensplattform – und schafft daraus eine Qualifizierungsstrategie, die in der Praxis des Gesundheits- und Pflegesektors funktioniert:

🎯

Praxisnah

Die Qualifizierung orientiert sich konsequent an realen Arbeitsabläufen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungsfälle und praktische Herausforderungen des Berufsalltags, nicht abstrakte Technikbegeisterung.

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Wissenschaftlich fundiert

Die bestehende Wissensplattform stützt sich auf Quellenangaben zu EU AI Act, MDR, DSGVO, SGB und aktueller KI-Forschung im Gesundheitswesen.
Diese Grundlage fließt direkt in die Qualifizierungsinhalte ein.

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Niedrigschwellig

Die Angebote erreichen Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen, Sanitätshäusern, HomeCare Unternehmen und andere Erwerbstätige auch ohne Vorerfahrung mit KI – verständlich, anwendungsnah und vendorunabhängig.

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Mehrsprachichkeit

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachig verfügbaren Lern- und Qualifizierungsangeboten. Schulungsinhalte werden in verschiedenen Sprachen bereitgestellt und so einem breiteren Kreis von Beschäftigten zugänglich gemacht.

🤝

Kooperativ

Erwerbstätige in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Arztpraxen, Sanitätshäusern und Orthopädietechnik Betrieben entwickeln gemeinsam mit – und bringen Praxisfälle, Lernorte und Zielgruppenzugang aktiv ein.

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Verantwortungsvoll

Datenschutz, Patientensicherheit, Betreiberpflichten und ein reflektierter KI-Einsatz (Code of Conduct) werden von Beginn an mitgedacht – nicht als Checkliste am Ende, sondern als Grundhaltung der Qualifizierung.

Kernelement der Sozialen Innovation

Partizipative KI-Entwicklung im Mittelpunkt

Soziale Innovation bedeutet mehr als neue Schulungsformate. Der entscheidende Mehrwert dieses ESF+-Projekts liegt im gemeinsamen Entwicklungsprozess.
Partnerorganisationen aus Pflege, sozialer Arbeit und Gesundheitsversorgung gestalten das Qualifizierungsprogramm aktiv mit – nicht als Empfänger, sondern als Ko-Entwicklerinnen.

Besonderer Wert wird dabei auf die Einbindung vielfältiger beruflicher, kultureller und sprachlicher Perspektiven gelegt.
Mehrsprachige Lern- und Beteiligungsformate ermöglichen es Beschäftigten mit unterschiedlichen Sprachhintergründen, ihre Erfahrungen und Anforderungen in die Entwicklung der Qualifizierungsinhalte einzubringen. Dadurch entstehen praxisnahe, verständliche und breit anschlussfähige KI-Kompetenzangebote, die den tatsächlichen Bedarfen der Sozialwirtschaft gerecht werden.

🤝 Was bedeutet partizipative KI-Entwicklung hier konkret?

Das Qualifizierungskonzept wird nicht am Schreibtisch fertiggestellt und dann ausgerollt. Es entsteht zusammen mit den Partnerorganisationen: in gemeinsamen Workshops, durch das Einbringen realer Praxisfälle, durch sektorspezifisches Feedback auf Modulentwürfe und durch die kollaborative Weiterentwicklung von Checklisten, Szenarien und Lernpfaden.

Zielgruppen, Lernzeiten und Curricula-Details werden im Konsortium erarbeitet – mit den Einrichtungen, die die tatsächlichen Qualifizierungsbedarfe kennen. Diese partizipative Grundlogik ist gleichzeitig der Innovationsnachweis gegenüber dem ESF+-Innovationsausschuss.

🏗️ Co-Design der Module Partnereinrichtungen bringen sektorspezifische Praxisfälle, Datenquellen und Anwendungsszenarien in die Modulentwicklung ein. Curricula entstehen iterativ – Entwurf, Feedback, Revision.
🔬 Pilotierung & Erprobung Jede Partnerorganisation fungiert als Pilotstandort für mindestens ein Modul. Lernergebnisse, Transferhindernisse und Verbesserungsvorschläge fließen direkt in die Konzeptrevision ein.
📡 Transferierbarkeit sichern Was im Konsortium erprobt wurde, wird dokumentiert und skalierbar gemacht: Open-Access-Materialien, Handbuch für Multiplikatorinnen, Übertragbarkeit auf weitere Einrichtungstypen.
⚖️ Ethische Ko-Reflexion MEESTAR-Checkliste Die MEESTAR-Checkliste (Modell zur ethischen Evaluierung soziotechnischer Arrangements) ist ein interdisziplinäres Analyseinstrument, das primär in der Pflege und im Gesundheitswesen eingesetzt wird. Es hilft dabei, den Einsatz von neuen Technologien und KI-Systemen ethisch zu bewerten und Konfliktpotenziale zu identifizieren. und FMEA-Szenarien In der Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) werden Szenarien genutzt, um potenzielle Risiken systematisch zu durchdenken. Die Methode teilt sich in drei Haupt-Szenarien, abhängig davon, wo sie im Entwicklungsprozess eingesetzt wird: System-, Konstruktions- (Design-) und Prozess-FMEA. werden gemeinsam mit Beschäftigten und Leitungsebene ethisch reflektiert – Patientensicherheit, Datenschutz und De-Scripting als Konsortialthemen.
🗂️ Gemeinsames KI-Inventar Partnerorganisationen entwickeln gemeinsam ein sektorspezifisches KI-Inventar und Model-Card-Vorlage auf Basis von HAIP Die Health AI Partnership (HAIP) ist eine US-amerikanische Multi-Stakeholder-Initiative (gegründet von Duke Health, Mayo Clinic, UC Berkeley), die Gesundheitseinrichtungen dabei unterstützt, KI-Systeme sicher, effektiv und gerecht zu implementieren. Die Plattform ist am Duke Institute for Health Innovation (DIHI) verankert. und DIKW Die DIKW-Pyramide (Daten, Information, Wissen, Weisheit) ist ein hierarchisches Modell der Informationswissenschaft. Es erklärt, wie rohe Daten durch Kontext, Verständnis und Erfahrung schrittweise in wertevolle Erkenntnisse und fundierte Handlungen umgewandelt werden. – nutzbar über das Konsortium hinaus.
📣 Soziale Innovation belegen Der partizipative Prozess liefert den Innovationsnachweis für die ESF+ Aufrufe 8 und 9. Neue Partnerschaften, neue Inhalte, neue Formate – gemeinsam mit den Einrichtungen, die den Wandel leben.
Abgrenzung zu bestehenden Angeboten:

Viele KI-Schulungsangebote folgen einem klassischen Anbieter-Kunden-Modell.
Inhalte werden zentral entwickelt, standardisiert vermarktet und anschließend von Organisationen eingekauft. Die spezifischen Anforderungen sozialer Einrichtungen, Pflegeorganisationen oder gemeinnütziger Träger fließen dabei häufig nur begrenzt in die Konzeption ein.

Der hier verfolgte Ansatz setzt an einem anderen Punkt an. Einrichtungen aus der Gesundheitswirtschaft wirken von Beginn an bei der Entwicklung der Qualifizierungsinhalte mit und bringen ihre praktischen Erfahrungen, Arbeitsabläufe, Herausforderungen und Perspektiven aktiv in den Gestaltungsprozess ein.
Sie sind nicht lediglich Teilnehmende eines vorgefertigten Schulungsprogramms, sondern Mitgestaltende eines gemeinsamen Lern- und Innovationsprozesses.

Damit entsteht ein Qualifizierungsangebot, das sich an den tatsächlichen Anforderungen von Pflege, sozialer Arbeit, Gesundheitsversorgung und kommunaler Daseinsvorsorge orientiert. Die Lerninhalte werden nicht allein durch Technologieanbieter oder externe Berater definiert, sondern gemeinsam mit den Menschen entwickelt, die KI künftig in ihrer täglichen Praxis verantwortungsvoll einsetzen sollen.

Aus diesem Grund werden alle bereitgestellten Inhalte als offene Wissens- und Lernbasis zur Verfügung gestellt. Im Vordergrund steht nicht die Vermarktung eines proprietären Produkts, sondern die gemeinsame Entwicklung von KI-Kompetenzen, die langfristig in den Organisationen verankert werden können und einen nachhaltigen Mehrwert für Beschäftigte, Einrichtungen und die von ihnen unterstützten Menschen schaffen.

Qualifizierungskonzept · CHAI Framework

Curriculum: 8 Schulungsmodule nach CHAI

Das Qualifizierungskonzept orientiert sich am CHAI AI Governance Framework der Coalition for Health AI – dem international anerkannten Standard für verantwortungsvolle KI-Governance im Gesundheitswesen. Die 8 Module bilden einen aufeinander aufbauenden Lernpfad, der die CHAI-Domains mit den entwickelten Fachseiten, Checklisten und interaktiven Tools verknüpft. Inhalte, Schwerpunkte und Lernpfade werden gemeinsam mit den Partnerorganisationen erarbeitet – die Spalte „Partizipativer Schwerpunkt" zeigt, welchen konkreten Ko-Entwicklungsbeitrag jede Einrichtung einbringen kann.

CHAI Governance Framework: Die Coalition for Health AI (CHAI) hat ein praxisnahes AI Governance Framework entwickelt, das Gesundheitsorganisationen – von Community Health Centers bis zu Universitätskliniken – dabei hilft, KI verantwortungsvoll einzusetzen. Das ESF-Qualifizierungskonzept deckt alle 5 CHAI Basis-Domains ab und erweitert sie um sektorspezifische Vertiefungsmodule für die deutsche Sozial- und Gesundheitswirtschaft.

# Modul / Fachseite Lerninhalt & CHAI-Domain DIKW-Ebene DIKW-Pyramide
Das DIKW-Modell beschreibt vier Wissensebenen: Daten (Rohfakten), Information (kontextualisierte Daten), Knowledge (angewandtes Wissen) und Wisdom (urteilsbasierte Entscheidung). Jedes Schulungsmodul ist einer Ebene zugeordnet. → Mehr auf thomas-bade.de/dikw.html
Partizipativer Schwerpunkt
1 🔍 KI-Monitoring ai_monitoring.html ↗ CHAI Domain 4.1 – Responsible AI Lifecycle: Kontinuierliches Monitoring als Kernaufgabe im KI-Lebenszyklus. ISO/IEC 42005:2025 Audit-Checkliste, Post-Market Surveillance, Monitoring-Reifegrade und interaktives Kontrollpanel. Human-in-the-Loop-Konzepte und Abschaltkriterien nach EU AI Act.
CHAI Domain 4.1 – Lifecycle
KNOWLEDGEEbene: KNOWLEDGE
Wissen ist angewandte Information: Regeln, Zusammenhänge und Handlungsoptionen – z.B. wann ein KI-Risikohinweis zur Eskalation führen soll. Diese Ebene erfordert fachliches Urteilsvermögen.→ Module Monitoring, FMEA, MEESTAR, HAIP
Partner bringen reale Monitoring-Daten aus Pflegeprozessen ein; gemeinsame Definition von Abschaltkriterien.
2 🤝 Patientenbeteiligung patient.html ↗ CHAI Domain 4.2 – Risk & Impact: IMPACTS-Framework, partizipative Forschung und KI-Folgenabschätzung aus Patientenperspektive. Risikodomänen Patientensicherheit, Transparenz und Antidiskriminierung. Bezug zu Art. 22 DSGVO, EU AI Act Art. 13. Shared Decision Making und KI-gestützte Pflegeprozesse.
CHAI Domain 4.2 – Risk & Impact
INFORMATIONEbene: INFORMATION
Information entsteht, wenn Daten in einen Kontext gestellt und interpretiert werden – z.B. ein Sturzereignis in Verbindung mit Tageszeit und Medikation. Auf dieser Ebene lernen Beschäftigte, KI-Ausgaben einzuordnen.→ Module Patientenbeteiligung & Code of Conduct
Partnereinrichtungen steuern reale Patientenfälle und Entscheidungssituationen als Fallvignetten bei.
3 🧠 DIKW-Kompetenz dikw.html ↗ CHAI Domain 3 – Organisationsressourcen: DIKW-Pyramide als Kompetenzmodell für KI-Nutzung. Data Literacy, Information Literacy, Knowledge Management und Wisdom als Entscheidungsebene. Datenqualität, Konfidenzwerte und Bias-Quellen verstehen. Grundlage für KI-Inventar und Model Cards.
CHAI Domain 3 – Resources
DATAEbene: DATA
Daten sind unbearbeitete Fakten und Rohmesswerte ohne Kontext – z.B. ein Zahlenwert im Pflegedokumentationssystem. Datenkompetenz: Was sind Daten? Wie entstehen sie? Welche Qualitätsprobleme gibt es?→ Einstiegsmodul DIKW-Kompetenz
Einstiegsmodul – wird in Co-Design mit Partnereinrichtungen auf sektorspezifische Datenquellen angepasst.
4 ⚙️ FMEA & Risiko fmea.html ↗ CHAI Domain 4.2 – Risk Assessment: Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) als praxisnahes Risikobewertungswerkzeug für KI-Systeme. Interaktives FMEA-Tool: Risikoklassifizierung nach EU AI Act, Ursachen-Wirkungs-Analyse, Bewertungsebenen und Blockierungsbedingungen. Abgleich mit Anforderungen aus dem Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU).
CHAI Domain 4.2 – Risk Assessment
KNOWLEDGEEbene: KNOWLEDGE
Wissen ist angewandte Information: Regeln, Zusammenhänge und Handlungsoptionen – z.B. wann ein KI-Risikohinweis zur Eskalation führen soll. Diese Ebene erfordert fachliches Urteilsvermögen.→ Module Monitoring, FMEA, MEESTAR, HAIP
QM-Beauftrage der Partnerorganisationen entwickeln FMEA-Szenarien aus ihrer Praxis; iterative Verfeinerung im Konsortium.
5 🎓 KI-Kompetenz (MEESTAR) kompetenz.html ↗ CHAI Domain 1 – AI Policy & Domain 2 – Organisationsstruktur: KI-Kompetenzen nach EU AI Act Art. 4 und BAPID-Modell Das BAPID-Modell (Bildungsarchitektur der Pflege in Deutschland) ist ein vom Deutschen Pflegerat in Auftrag gegebenes Konzept, das die Pflegebildung in fünf Kompetenzstufen gliedert. Es dient als Orientierungsrahmen, um Aufgaben, Rollen und Verantwortlichkeiten in der Pflege klarer zu strukturieren, die Durchlässigkeit in der Karriereplanung zu fördern und akademische Abschlüsse besser in die Praxis zu integrieren. . Interaktive MEESTAR-Checkliste (ethisch-soziale Technikfolgenabschätzung). Rollenbasierte Kompetenzprofile: Anwender, Betreiber, Verantwortliche. Pflichtkomponenten einer KI-Richtlinie und Governance-Strukturen aufbauen.
CHAI Domain 1 – Policy & Domain 2 – Structure
KNOWLEDGEEbene: KNOWLEDGE
Wissen ist angewandte Information: Regeln, Zusammenhänge und Handlungsoptionen – z.B. wann ein KI-Risikohinweis zur Eskalation führen soll. Diese Ebene erfordert fachliches Urteilsvermögen.→ Module Monitoring, FMEA, MEESTAR, HAIP
Führungskräfte der Partnerorganisationen gestalten gemeinsam rollenspezifische Kompetenzprofile und KI-Richtlinien-Entwürfe.
6 📜 Code of Conduct (GPT) gpt.html ↗ CHAI Domain 1 – AI Policy (Shadow AI): Verantwortungsvoller Umgang mit generativen KI-Systemen (ChatGPT, Copilot, Gemini) im Berufsalltag der Gesundheitswirtschaft. Code of Conduct für Beschäftigte: Datenschutz, Vertraulichkeit, Halluzinationen erkennen, Prompt-Hygiene. Shadow AI-Prävention und organisationsinternes Regelwerk. Bezug EU AI Act Art. 26.
CHAI Domain 1 – Policy · Shadow AI
INFORMATIONEbene: INFORMATION
Information entsteht, wenn Daten in einen Kontext gestellt und interpretiert werden – z.B. ein Sturzereignis in Verbindung mit Tageszeit und Medikation. Auf dieser Ebene lernen Beschäftigte, KI-Ausgaben einzuordnen.→ Module Patientenbeteiligung & Code of Conduct
Einrichtungsspezifische Shadow-AI-Beispiele fließen aus Partnererfahrungen direkt in den Code of Conduct ein.
7 🏠 KIDELIR (Soziale Arbeit) kidelir.html ↗ CHAI Domain 4.1 – Lifecycle in der Sozialwirtschaft: KI in Sozialer Arbeit und Quartiersmanagement: KIDELIR-Logik als sektorspezifischer Anwendungsrahmen. KI-gestützte Beratung, Sozialraumanalyse und Kommunalverwaltung. SGB-Bezüge (SGB XI, SGB V, SGB XII). De-Scripting Social Work und ethische Reflexion automatisierter Entscheidungen.
CHAI Domain 4.1 – Lifecycle · Soziales
WISDOMEbene: WISDOM
Weisheit ist die höchste Ebene: ethisch fundiertes, kontextsensibles Urteil unter Unsicherheit – z.B. ob ein KI-System in einem Versorgungskontext überhaupt eingesetzt werden soll. Nicht automatisierbar.→ Modul KIDELIR (Soziale Arbeit)
Leistungserbringer nach SGB V und SGB XI tragen mit ihrem praxisnahen Wissen über Versorgungsprozesse, Sozialraumbedingungen und quartiersbezogene Unterstützungsstrukturen wesentlich zur inhaltlichen Ausgestaltung des Curriculums bei.
8 🏥 HAIP (Herstellertransparenz) haip.html ↗ CHAI Domain 3 – Ressourcen & Model Cards: HAIP Health AI Partnership-Checkliste. Interaktive Offenlegungs-Checkliste für KI-Herstellerangaben: Transparenz, Validierung, Datenbasis, klinische Evidenz. Grundlage für KI-Inventar, Model Cards und Betreiberprüfung nach EU AI Act Art. 26.
CHAI Domain 3 – Resources · Transparency
KNOWLEDGEEbene: KNOWLEDGE
Wissen ist angewandte Information: Regeln, Zusammenhänge und Handlungsoptionen – z.B. wann ein KI-Risikohinweis zur Eskalation führen soll. Diese Ebene erfordert fachliches Urteilsvermögen.→ Module Monitoring, FMEA, MEESTAR, HAIP
Partnerorganisationen prüfen gemeinsam reale KI-Herstellerangaben; Checklisten werden konsortial validiert und erweitert.

Zuordnung zu den CHAI-Basis-Domains:

📋

CHAI Domain 1
AI Policy

Module 5 + 6
Kompetenz & Code of Conduct

🏗️

CHAI Domain 2
Org. Struktur

Modul 5
Kompetenz & Governance

🗂️

CHAI Domain 3
Ressourcen

Module 3 + 8
DIKW & HAIP

🔄⚖️

CHAI Domain 4
Lifecycle & Risk

Module 1, 2, 4, 7
Monitoring · FMEA · KIDELIR

🗺️

Empfohlene Lernreihenfolge

Einstieg (partizipativ erarbeitet): Modul 3 (DIKW) → Modul 6 (Code of Conduct)
Versorgungskontext: + Modul 2 (Patientenbeteiligung) → Modul 1 (Monitoring) → Modul 5 (MEESTAR)
Qualitätssicherung & Compliance: + Modul 4 (FMEA) → Modul 8 (HAIP)
Sozialraum & Kommunal: + Modul 7 (KIDELIR)

Die vorhandene Wissensplattform reduziert Entwicklungsaufwand, verkürzt die Anlaufphase und erhöht die Skalierbarkeit.
Alle Fachseiten mit strukturierten Lernmodulen inklusive Audio, Tests & Zertifikaten.

ESF+-Readiness

Voraussetzungen für eine ESF+-Förderung sind bereits vorbereitet

Ein wesentlicher Teil der im ESF+-Aufruf geforderten Vorarbeiten wurde bereits umgesetzt.
Dadurch können sich Projektpartner auf die inhaltliche Weiterentwicklung und die praktische Durchführung konzentrieren, anstatt zunächst eine technische oder didaktische Infrastruktur aufzubauen.

🚀

Innovativer Ansatz bereits entwickelt

Die förderfähige Entwicklungsphase kann auf einer bereits vorhandenen Wissens- und Lernarchitektur aufbauen. Das KI-Wissensportal umfasst Fachseiten, Checklisten, Governance-Werkzeuge, Audioformate und Kompetenzmodelle für Pflege, HomeCare, Fachhandel und Sozialwirtschaft. Dadurch ist die Grundlage für die Entwicklung eines innovativen Qualifizierungskonzepts bereits vorhanden.

🎓

Blended Learning und Online-Lernen vorbereitet

Die Lernplattform unterstützt bereits digitale Lernformate, Audio-Lernmodule, interaktive Checklisten und Dokumentationsfunktionen.
Progressive Web Apps ermöglichen auch bei eingeschränkter oder instabiler WLAN-Abdeckung, dass alle Lernformate offline genutzt werden können.
Die Struktur ermöglicht die Umsetzung von Präsenz-, Online- und Blended-Learning-Konzepten sowie den Nachweis individueller Lernaktivitäten.

🌍

Mehrsprachigkeit vorbereitet

Die Lern- und Qualifizierungsformate sind so aufgebaut, dass Inhalte mehrsprachig bereitgestellt werden können. Dies unterstützt Einrichtungen mit internationalen Beschäftigten und hilft dabei, Sprachbarrieren im Arbeitsalltag abzubauen.

📄

Dokumentation und Teilnahmebescheinigungen

Die Plattform unterstützt die strukturierte Dokumentation von Lerninhalten, Kompetenznachweisen und Qualifizierungsmaßnahmen. Damit bestehen bereits Voraussetzungen für qualifizierte Teilnahmebescheinigungen mit Angaben zu Inhalten, Umfang und Lernergebnissen.

Für Projektpartner bedeutet dies: Die technische Infrastruktur, große Teile der fachlichen Inhalte sowie die methodische Grundstruktur sind bereits vorhanden. Dadurch kann die Entwicklungsphase gezielt genutzt werden, um gemeinsam branchenspezifische Inhalte, Praxisfälle und Qualifizierungspfade für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft zu erarbeiten.

Erfüllung zentraler ESF+-Anforderungen

  • ✔ Vorhandene Wissens- und Lernplattform als Ausgangsbasis für innovative Ansätze
  • ✔ Unterstützung von Blended-Learning- und Online-Formaten
  • ✔ Nachweisbare digitale Lernumgebung
  • ✔ Mehrsprachige Lernarchitektur möglich
  • ✔ Dokumentation von Lerninhalten und Kompetenzentwicklung vorbereitet
  • ✔ Projektlaufzeiten von bis zu 24 Monaten konzeptionell vorgesehen
  • ✔ Übertragbarkeit auf weitere Bundesländer und Trägerstrukturen gegeben
Fahrplan

Schritte bis zur Einreichungsfrist 15. Juli 2026

Der Weg von der ersten Rückmeldung bis zur formalen Interessensbekundung ist eng getaktet. Alle Schritte sind auf die ESF-Einreichungsfrist über ESF-Bavaria 2021 ausgerichtet.

Bis 15. Juni 2026

Interessensbekundung an Thomas Bade senden

Einrichtungen, Träger und Partner melden sich mit einer kurzen Rückmeldung über das Kontaktformular oder direkt per E-Mail an tb(at)thomas-bade.de.
Angaben zu Einrichtung, Rolle, Qualifizierungsbedarf und möglichem Beitrag genügen für den ersten Schritt.

Parallel · laufend

Benennung von Ansprechpartnern und Verantwortlichen

Jede teilnehmende Einrichtung benennt eine verantwortliche Person für das Projekt sowie eine operative Ansprechperson für Abstimmungen und Dokumentation. Diese Angaben fließen in das Konzept (Gliederungspunkt 1 des ESF-Aufruf-8-Konzepts) ein.

Ab 15. Juni 2026

Team-Meetings zum Aufbau des Projektmanagements

Erstes gemeinsames Online-Meeting aller Interessierten: Vorstellung des Zielbilds, Klärung von Rollen und Verantwortlichkeiten, Aufbau der Projektstruktur für das Konzept.
Grundlage sind Gliederungen nach ESF+-Aufrufen 8 und 9.

Ab 01. Juli 2026

Ausarbeitung: Zielbild, ESF-Anschluss, Partnerrollen

Gemeinsame Ausarbeitung der Kerndokumente: Projektziel und Wirkung für Teilnehmende, Konformität mit Aufruf 8, Darstellung der sozialen Innovation, Projektstrategie mit Modulstruktur und Curricula.
Grundlage: Bestehende Lern- und Wissensformate.

Ab 08. Juli 2026

Umsetzungspfad in Konzeptform bringen

Kostenkalkulation, Finanzierungsplan, Mengengerüst (Unterrichtseinheiten, Durchgänge, Teilnehmendenzahlen) und Indikatorik nach ESF+-Anforderungen werden finalisiert. Gesamtkonzept max. 12 Seiten gemäß Aufrufen 8 und 9 Vorgaben wird abgestimmt.

15. Juli 2026 · Frist

Interessensbekundung einreichen

Einreichung des vollständigen Konzepts (max. 12 Seiten, Format doc/url/txt/odt) über ESF-Bavaria 2021 unter Förderaktion 12 als Voranfrage. Zusätzlich Erklärung „Unternehmen in Schwierigkeiten (UiS)" beilegen. Information über Auswahl durch ESF-Verwaltungsbehörde bis 30. September 2026.

Konzeptpapier · Thomas Bade · Juni 2026
📄 Vollständiges Konzeptpapier herunterladen
Öffentlicher Aufruf zur gemeinsamen Strategie „KI-Qualifizierung für Erwerbstätige" – Ausgangslage, Zielbild, Partnerrollen, Qualifizierungslogik, Fahrplan und ESF-Anschlussfähigkeit.
Jetzt mitmachen

Interesse bekunden – Rückmeldung senden

Gesucht werden Pflegeeinrichtungen, HomeCare-Betriebe, Sanitätsfachhandel, Krankenhäuser und Orthopädietechnik Betriebe.
Melden Sie sich bis 15. Juni 2026 mit einer kurzen Rückmeldung zu Ihrer Einrichtung und Ihrem möglichen Beitrag.

✅ Vielen Dank für Ihre Rückmeldung! Thomas Bade meldet sich in Kürze bei Ihnen.

Die Beiträge orientieren sich an den vier DIKW-Ebenen (Data · Information · Knowledge · Wisdom) und den Kompetenzrollen nach BAPID / EU AI Act Art. 4.

📊 DATA – KI-Grundlagen & Praxisfälle
🔍 INFORMATION – Einordnung & Regulatorik
🧠 KNOWLEDGE – Anwendung & Governance
⚖️ WISDOM – Urteilsvermögen & Verantwortung
Bitte ca. 3–5 Sätze – keine vollständige Bewerbung erforderlich.

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden.

Ihre Daten werden ausschließlich zur Koordination des Partneraufrufs genutzt. Keine Weitergabe an Dritte. Kein Newsletter ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung.